3 LEBENSGRUNDLAGE BODEN

2000m2 würden jedem Mensch zustehen, wären alle Ackerflächen auf der Erde gerecht verteilt. Doch nutzen tun wir weitaus mehr! Wir ernten, wiegen, messen und finden heraus, wie viele Quadratmeter Acker in unserem eigenen Essen stecken. Dabei begreifen die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen ihres individuellem Bodennutzens im Kontext einer wachsenden Weltbevölkerung und verstehen ihre persönliche Rolle in einem globalen Wirkungsgefüge. Gemeinsam erarbeiten sie Aktivitäten, um andere in die Lage zu versetzen, bewusste Verbraucherentscheidungen zu treffen.

 

Links

  1. 2000m2 Weltacker (Zukunft Stiftung Landwirtschaft)
  2. Bodenatlas - Welthandel ist Flächenhandel (Heinrich Böll Stiftung)
  3. Das große Fressen - Nahrungsmittelverbrauch und Fußabdrücke des Konsums (WWF)

 

 

 

AUF DEM ACKER

Selbst ernten, schnippeln, kochen im Kontext globaler Ernährungsfragen kann man/frau am besten in den Sommermonaten. Dann laden wir Menschen aus dem globalen Süden auf den Acker ein oder begegnen ihnen in Geschichten in Bild und/oder Ton.

 

Wie viel Acker braucht der Mensch?

 

Flächenrätsel

Wie viel (Acker)Boden brauchen wir, wofür? Braucht ein Schwein auch einen Acker und wenn, dann wie viel für ein Schnitzel? Als Einstieg in den Land-Fußabdruck ordnen Schülerinnen und Schüler verschiedene Produkte unterschiedlich großen Flächen zu. Aber Achtung: Milch ist nicht gleich Milch, Fleisch ist nicht gleich Fleisch!

Download:

  1. Anleitung und Zahlen zum Flächenrätsel
  2. Wie viel Land ist in meinem Essen? (Heinrich Boell Stiftung)
  3. Flächenbedarf beliebter Gerichte (WWF)

 

dein Acker-Flächenabdruck

Bei der eigenen Ernte bestimmen die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Flächenerträge der Zutaten unserer Ackermahlzeit. Wie viel steckt da drin, wie viel kommt davon auf den Teller? Ein viertel Quadratmeter birgt ein halbes Kilo Kartoffeln, ein viertel Kilo Roggen und noch viel mehr. In der Ernte wird erfahrbar, wie viel Ackerfläche wir für unser Essen brauchen. Wir werden es herausfinden und uns anschließend schmecken lassen. Selbst geschnippelt und gekocht, wird dies auch nicht mehr vergessen.

Download:

  1. Anleitung - Wie viel Acker braucht der Mensch?
  2. 2000m2 für alle (die Weltacker Broschüre)

 

 

 

 

 

IN DER SCHULE

Was wächst wann und wo - und wem gehört der Acker eigentlich?

 

DEINE BESTELLUNG FÜR DAS FLÄCHENBUFFET (Einstieg)

Wie viel Acker in unserem Essen steckt, das macht das Flächenmenü erfahrbar. Bestellt werden Speisen und Getränke für einen Tag, doch serviert wird der Flächenabdruck für ein ganzes Jahr. Lässt sich mit meinem Bodenbedarf die ganze Welt ernähren? Und was sind die Drehschrauben für eine gerechtere Landverteilung Diese Fragen leiten die Diskussion zu verschiedenen Aspekten globaler Ernährungsgerechtigkeit.

 

Bitterer Zucker (Rollenspiel)

Bitterer Zucker ist es, der aus Kambodscha kommt. Denn Bauern wurden Land und Existenz genommen - für Plantagen, auf denen sie jetzt Zucker für Europa produzieren. Die Europäische Union machte es möglich und lässt sie nun alleine. Um die komplexen Verstrickungen aus dem tropischen Tiefland bis zu uns zu verstehen, schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in Rollen von Bauern und Regierungsvertretern und streiten um Entschädigungen.

 

WEM GEHÖRT DER BODEN? (Kurz-Theater)

Zu dieser Frage die Schülerinnen und Schüler Geschichte aus dem globalen Süden spielerisch dar. Fünf Menschen in Afrka und Asien, fünf Pflanzen und fünf Rohstoffe für unser Leben beschrieben in 100 Wörtern und einem Foto gilt es in einer Minute darzustellen. In 10min entsteht dazu eine kreative Performance.

Alle Geschichten zum hören

 

WAS KANN ICH TUN UM DIE WELT ZU ERNÄHREN? (Gruppenarbeit)

Die Schülerinnen und Schüler durchstöbern Bilder, Zahlen und Grafiken auf der Suche nach Wegen die Welt zu ernähren. Den Ursachen aktueller Herausforderungen wird auf den Grund gegangen und Handlungsmöglichkeiten in der eigenen Lebenswelt werden aufgespürt.

 

BODENWERBUNG

Schülerinnen und Schüler entwerfen ihren eigenen Bodenwerbeslogan und setzen diesen kreativ um. Dazu bietet das Projekt eine große Bandbreite an Möglichkeiten von der Erstellung von Plakaten bis zum eigenen Animationsfilm. Fünf Klassen werden in selbst produzierten Stop-Motion Filmen ihre eigene Bodengeschichte erzählen. Bodengefährdung sowie Handlungsmöglichkeiten zum Bodenschutz sind dabei mögliche Themen.

 

FRAGEN UND ZEIGEN (Interviews und Fotostory)

Mit dem Handy ziehen Schülerinnen und Schüler durch die Stadt und suchen Ideen und Meinungen zum Thema „Sind die Böden noch zu retten? Und was kann ich für die Rettung der Böden tun?“ Die Ergebnisse ihrer Suche präsentieren die Schülerinnen und Schüler in Interviews oder Fotos.